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Mit Alpakas on tour

Alpakas trifft man inzwischen auch bei uns. Zum Beispiel auf dem „Bechererhof“ in Prinzbach oder bei „Kinzigtalpaka“ in Berghaupten

Text: Gudrun Schillack, Fotos: Dieter Wissing

Ihre Heimat ist wahrlich nicht der Schwarzwald und doch ist er für einige Alpakas eine zweite Heimat geworden. Wenn sie unterwegs sind beim „Alpaka-Trekking“ rund um Berghaupten, beim Kindergeburtstag oder bei Touren in Prinzbach. Die Tiere laufen gerne. Und wenn es ihnen zu viel wird? „Dann macht es platsch und sie legen sich einfach hin“, erzählt Volker Reinhard vom „Bechererhof“ und lacht.   

Über 15 der exotischen Tiere, deren Heimat vornehmlich Peru ist, haben im „Bechererhof“ in Prinzbach eine zweite Heimat gefunden. Unter ihnen Anton der Jungspund, Lore die Zickige, Boss Elliot, das Schmunzelmonster, oder eben auch Balou, der Senior unter den Tieren und auch im Gehabe ganz „Grandseigneur“. Er wie auch Elliot und Leo lebten bereits in Heidelberg bei den Reinhards, als diese sich vor allem der Tinkerzucht, den Pferden aus Irland, widmeten. Als der Platz zu eng wurde, sind Volker, Beate und Tochter Kerstin Reinhard nach Prinzbach gegangen. Weil sie dort das fanden, was schon immer ihr gemeinsamer Traum war: Haus und Hof für sich und die  Tiere, viel Auslauf für die Tiere und Platz für Feriengäste, die Urlaub auf einem etwas anderen Bauernhof machen wollen. Eines ist dabei immer inklusive: die Gelassenheit der Alpakas, der  man sich nicht entziehen kann, die jeden runterholt.

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Es sind ruhige, friedliche Tiere, die Alpakas. Es sei denn, es ist Schurtag. Dann ist Aufruhr im Stall. Einmal im Jahr kommt Nikolaus Schlipf aus Aalen extra dazu angereist, einer der Wenigen, der die Alpaka-Schur beherrscht. Der gelernte Schafscherer hat sich die Kunst selbst beigebracht, „es ist einfacher als Schafe scheren, weil Alpakas ruhiger sind“. Aber wenn sie vielleicht auch nicht so hektisch wie Schafe tun, so richtig gefallen scheint es ihnen nicht. Rund 20 Minuten braucht ein Tier – der Blick, wenn es erlöst ist, spricht Bände.....

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Dabei ist die Wolle der Alpakas begehrt, schließlich lassen sich aus ihr kuschelige Pullis, Schals, Mützen, Handschuhe zaubern. Und wer einmal unter Alpakahaar geschlafen hat, wird von den federleichten Decken nicht mehr lassen wollen.
Bis es soweit ist, kann es dauern, weiß Klaudia Lienhard, die mit ihrem Mann Günther in Berghaupten im „Kinzigtalpaka“ mit acht Alpakas lebt. Denn allein bis die Alpakaschur gereinigt aus der Wollmühle zurück ist, kann ein Jahr vergehen.

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Einfach mit ihnen losgehen: Alpakas tun Körper und Seele gut.

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