Tipp Fernwanderwege

Kandelhöhenweg Etappe 1: Oberkirch- Gengenbach

Schwierigkeit Mittel
Länge 26.2 km Dauer 09:00 h
Aufstieg 791 m Abstieg 808 m
Höchster Punkt 871 m Niedrigster Punkt 174 m

Der Kandelhöhenweg ist ein 112 km langer Fernwanderweg, der bereits schon 1935 durch den Schwarzwaldverein errichtet wurde. Auf insgesamt 5 Etappen führt der Weg von Oberkirch über den Kandel nach Freiburg.

Eigenschaften Etappentour, aussichtsreich, Gipfel-Tour, Einkehrmöglichkeit
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Beginnend in der Weinstadt Oberkirch führt der Weg über den Moosturm in die historische Altstadt von Gengenbach. Über Wälder gelanden Sie zur Burgruine Geroldseck auf dem Schönberg, überqueren die Passhöhe und wandern im Schuttertal bis dessen Ende zum Etappenziel Hohenhäusern. Vorbei an der Schutterquelle wandern Sie weiter über das Biederbacher Tal hinunter über die Kastelburg zur Orgelstadt Waldkirch. Steil bergauf geht es hoch zum Namensgeber des Fernwanderweges, dem Kandel (höchster Gipfel des Mittelschwarzwaldes 1241 m). Auf der Aussichtsplattform können Sie einen herrlichen Panormablick in die Rheinebene , zum Kaiserstuhl oder ins benachbarte Elsass genießen, welcher alle Anstrengung lohnt! Bei guter Thermik ist der Kandel auch ein beliebter Treffpunkt für Gleitschirmflieger. Vom Kandel führt der Weg hinab nach Sankt Peter mit der imposanten Barockkirche. Über den Martinsfelsen und den Roßkopfgipfeln mit tollen Ausblicken führt der Weg in die Schwarzwaldhauptstadt Freiburg mit dem bekannten Münster in der historischen Altstadt. Der Fernwanderweg endet am Schwabentor mit zahlreichen Cafés und Restaurants zum gemütlichen Wanderausklang.

Wegbeschreibung

Eappe 1: Oberkirch - Gengenbach

Vom Bahnhof Oberkirch wandern Sie ostwärts über den Bahnübergang bis zum Renchdamm. Hier biegen Sie links zum Sausteg (stählerne Fußgängerbrücke), überqueren diesen, halten sich links vom Friedhof und kommen dann zur Oberdorfstraße. Nach der Überführung der B 28 gehen Sie geradeaus in die Hesselbacher Straße. Nach ca. 400 Meter und einem kleinen Anstieg, verlassen Sie die Hesselbacher Straße nach links abwärts und Sie gelangen über einen Feldweg in die Talaue des Hesselbachs. Auf der anderen Talseite gelangt man in den Wald und geht immer in Sichtweite des Waldrandes südwärts. Der Weg führt durch Streuobstwiesen und an Reben vorbei mit herrlichen Ausblicken auf Hesselbach, Ödsbach und Lautenbach. Nach dem „Heuberger Kreuz“ und dem Kreuzungspunkt Heuberger Eck verlassen Sie den Wald und befinden sich am Heimeichele-Platz. Danach wandern Sie weiter südlich bergwärts, wobei Sie zwischen einem steilem Aufstieg geradeaus oder links davon einem bequemen Aufstieg wählen können. Über den Standort Laibacher Eck geht es zur „Bergle Hütte“ mit der Möglichkeit zur Rast. (Tipp: Beim Wanderparkplatz Bergle befindet sich ein Schnapsbrunnen vom Huberhof).

Vom Wanderparkplatz Bergle führt die Tour weiter auf einem Forstweg, von dem Sie nach ca. 700 m nach links auf einen schmalen und bergaufwärts führenden Weg abbiegen. Nach einem Kilometer erreichen Sie den Standort Schönwasen und befinden sich nun auf dem Kamm des Höhenzuges zwischen Ödsbach (links) und Durbach (rechts).Der Weg verläuft ab hier ostwärts parallel mit dem Renchtalsteig. Bis zur Schutzhütte Ofenloch (3,6 km) ist der Weg leicht ansteigend und zeigt abwechselnd schöne Ausblicke in das Ödsbach- und Durbachtal. Bei einem kurzen lohnenswerten Abstecher von ca. 400 m nach dem Schönwasen sehen Sie einen Hinweis auf die ehemalige Wolfskapelle und dessen Sage. Ab der Schutzhütte Ofenloch auf 600 MüNN geht es 2,5 km stetig steil hinauf in Richtung Mooskopf mit dem Moosturm (872 MüNN). Der 22 m hohe Aussichtsturm aus Sandstein wurde bereits 1890 vom Schwarzwaldverein Oberkirch erbaut. Von ihm hat man einen eindrucksvollen 360-Grad-Rundumblick über das Renchtal, in die Rheinebene, zu den Vogesen und an klaren Tagen sehen Sie sogar die Alpen. Neben dem Turm stehen Bänke und eine vom Schwarzwaldverein errichtete Schutzhütte. Vom Mooskopf geht es ostwärts 300 m einen steinigen Weg hinunter zum Geisschleifsattel (Platz). Dort steht links vom Weg ein Sandsteinobelisk zum Gedenken an den Schriftsteller Hans Jakob Christopf von Grimmelshausen (1622 – 1676), der im Dreißigjährigen Krieg hier einige Zeit gehaust haben soll. Bevor Sie vom Geisschleifsattel hinunter zur Kornebene wandern, ist ein 300 m Abstecher zum Lothardenkmal empfehlenswert. Das Lothardenkmal ist eine Konstruktion aus 3 Stämmen, die an den Sturm Lothar am 26.12.1999 mit seinen Folgen erinnern soll.

Vom Standort Geisschleifsattel geht es 2,5 km auf einem breiten Forstweg hinab zum Naturfreundehaus Kornebene (630 MüNN), einem beliebten Treffpunkt für Wanderer und Biker. Dieses Wanderheim (Übernachtung auf Anmeldung möglich) mit Kinderspielplatz und großem Rastplatz ist an den Wochenenden von Freitagabend bis Sonntagabend sowie während der Schulferien in Baden Württemberg geöffnet und bietet eine kleine Vesperkarte an. Anschließend wandern Sie über das Landgrabeneck und dem Pfaffenbacher Eck hinauf zum Aussichtspunkt Katzenstein. Danach geht es weiter hinab zur Lärchenhütte und der Kandelhöhenweg verläuft parallel mit dem Kinzigtäler Jakobusweg. Vorbei am Sattleck und Teufelskanzel zieht sich der Wanderweg über schmale Pfade hinunter ins Kinzigtal. Auf einer Bergkuppe steht die Wallfahrtskapelle, die dem Hl. Jakobus geweiht wurde. Auch hier lohnt sich eine kurze Rast inmitten der Reben, um schöne Ausblicke auf die historische Altstadt genießen zu können. Am Ehrenmal vorbei steigen Sie dann hinab ins Zentrum von Gengenbach bis zum Rathaus, dem Etappenende.

Ausrüstung Festes Schuhwerk, Wanderstöcke für die steilen Auf- und Abgänge (je nach Etappe).
Tipp des Autors Panoramausblicke vom Moosturm. Einfach mal in die Ferne schweifen!
Buchempfehlungen des Autors Wandertipps Renchtal
Startpunkt Bahnhof Oberkirch: Eisenbahnstraße 4, 77704 Oberkirch
Öffentliche Verkehrsmittel

Startpunkt Oberkirch:

Nächstgelegener IC/ICE-Halt ist Offenburg. Weiterfahrt mit der Ortenauer S-Bahn zum Bahnhof Oberkirch (Richtung Bad Griesbach) oder alternativ mit Buslinie 7137 vom Offenburger Zentralen Busbahnhof (2 min. vom Offenburger Bahnhof entfernt, Richtung Innenstadt) zum Bahnhof Oberkirch.

Zielpunkt Gengenbach: In Gengenbach können Sie ebenfalls mit der Ortenau-S-Bahn über Offenburg (IC/ICE Haltestelle) ohne Umstieg nach Oberkirch fahren (Richtung Bad Griesbach, Dauer: ca. 30 Minuten).

PKW

Autobahnausfahrt Appenweier, dann auf die B28 Richtung Oberkirch. Nach ca. 10 km kommen Sie an den Ortsteilen Nußbach / Zusenhofen vorbei. Vor den Toren Oberkirchs erreichen Sie einen Kreisverkehr, den Sie in Richtung Zentrum verlassen. Den Hinweisschildern folgen Sie bitte bis zum Bahnhof.

Parken An der Renchallee befindet sich ein großer kostenloser Pendler-Parkplatz (hinter dem ZG Raiffeisenmarkt, vor dem Wohnmobilstellplatz). Am ersten September-Wochenende sowie an den Auf- und Abbautagen steht der Parkplatz aufgrund des Oberkircher Weinfestes nicht zur Verfügung. Weitere kostenpflichtige Parkplätze befinden auf dem Marktplatz (Tiefgarage) sowie beim Postparkaplatz (kostenfrei mit KONUS-Gästekarte).

Downloads

Weitere Informationen

https://www.renchtal-tourismus.de/

Quelle

Nationalparkregion Schwarzwald - Renchtal/Durbach