Tipp Wanderungen

Kandel-Höhenweg, 4. Etappe; Höhenhäuser - Gengenbach

Schwierigkeit Mittel
Länge 28.1 km Dauer 08:00 h
Aufstieg 430 m Abstieg 919 m
Höchster Punkt 702 m Niedrigster Punkt 168 m
Achtung: Durch die Errichtung von mehreren Windkraftanlagen im Bereich der Wegweiser "Kambacher Hütte" - "Auf der Schanz" - "Beim Kambacher Eck" ist der Wanderweg teilweise schlecht begehbar bzw. nicht immer durchgehend markiert. Bitte beachten!

Der Kandelhöhenweg ist eine aussichtsreiche, rund 115 km lange Mehrtagestour, die von der Universitätsstadt Freiburg im Breisgau über St. Peter, über den Kandel nach Waldkirch in das Tal der Elz führt. Weiter geht es auf der Höhe Richtung Ortenau und danach auf der Wasserscheide zwischen dem Schutter- und Kinzigtal nach Gengenbach. Über den Mooskopf verlaufend endet der Weg in Oberkirch. Er führt dabei über die westlichsten Schwarzwaldhöhen – ein gutes Stück weiter westlich noch als der bekannte Westweg.

Diese Beschreibung deckt den Abschnitt 4, Höhenhäuser - Gengenbach ab.

Eigenschaften Etappentour, aussichtsreich, Einkehrmöglichkeit, kulturell / historisch, property.attribute.properties.values.pointToPoint
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez
Namensgeber für diesen Höhenwanderweg ist der Kandel, mit 1.241 m ü.NN. der höchste Berg im Mittleren Schwarzwald. Der Kandel-Höhenweg wurde 1935 angelegt und wird seither vom Schwarzwaldverein betreut. Ausgeschildert ist er mit dem Wegezeichen roter Rhombus mit einem K auf weißem Grund. Der Kandel-Höhenweg ist in 5 Tagesetappen eingeteilt, er kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung durchgeführt werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Alle Etappen mit Karte, Wegbeschreibung, Streckenverlauf, Höhenprofil, GPS-Track und weiteren Hinweisen können Sie hier kostenlos downloaden.

Wegbeschreibung

Der Weg beginnt am Wegweiser „Höhenhäuser“ und führt zunächst über den großen Wanderparkplatz Richtung Wegweiser „Lahrer Hütte“. Die nächsten Stunden ist dem Kandelhöhenweg eine zweite Markierung mitlaufend. Der Querweg Lahr-Rottweil wird vom Kandelhöhenweg bis zum Wegweiser „Kallenwald“ begleitet. Am Ende des Parkplatzes hat der Wanderer eine schöne Aussicht in das Kinzigtal. Der Weg führt nach links in den Wald, hier teilweise begleitet vom Achatweg. Der Achatweg führt durch die einzigartige Landschaft des Hohen Geisberg. Auf Tafeln kann die Geschichte des Geisberg-Achats und die Geschichte der Achate allgemein zu erfahren. Nach kurzer Wegführung über die Höhen des Geisbergs geht es abwärts zum Wegweiser „Lahrer Hütte“. Die Lahrer Hütte liegt von hier in Sichtweite. Sie ist das Wanderheim des Schwarzwaldvereins Lahr und jeweils an den Wochenenden auch für Übernachtungen geöffnet. Nähere Infos siehe „Tipp des Autors“.

Der Weg führt weiter zum Wegweiser „Hallen“, unterwegs mit einem guten Blick auf das neu aufgebaute Windrad auf dem Weissmoos. Weiter geht der Weg Richtung Wegweiser „Fixenplatz“. Nach der Überquerung der Landstraße L 101 geht der Weg kurz über ein Wiese weiter, um dann abwärts auf einem Pfad durch ein Waldstück zu führen. Dabei ist auf die Markierung zu achten, da der Weg im Zickzack den Berg hinunter führt. Kurz vor dem Wegweiser „Fixenplatz" wird die Landstraße L 103 überquert. Am Straßenrand ist ein kleiner Brunnen. Vom Wegweiser Fixenplatz geht es eine Forststraße abwärts bis zu den beiden Wegweisern „Hinterer Geisberg/Robertskapelle“, die in 50 m Abstand aufgestellt sind. Bei der in Kammlage freistehenden Robertskapelle gibt es eine schöne Sicht auf den Hinteren Geisberg mit seinen Einzelhöfen.

Nach kurzem Anstieg ergeben sich wiederum schöne Aussichten auf die umgebende Landschaft und die Berge des Schutter- und Kinzigtales. Auf der Höhe führt der Weg im Wald weiter bis zum Wegweiser "Kreuzplatz", an einer erneuten Lichtung mit schönen Aussichten auf das Tal von Welschensteinach bis hinunter in das Kinzigtal. In der Nähe steht links der Neuhäuserhof. Der Weg führt von hier auf einer kurzen Asphaltstraße bis zum Gasthof/Pension „Herberge“ die in schöner Lage am Weg liegt. Das Haus bietet sich als alternative Übernachtungsmöglichkeit an. Näheres in „Tipp des Autors“.

Weiter führt der Weg zunächst leicht bergan zu den Wegweisern „Heidenbauerneck“ und weiter nach einem weiteren Anstieg zum „Nockenkreuzplatz“. Weiter geht es zunächst auf naturnahem Weg und später auf Forstweg aufwärts, später eben zum Wegweiser „Kambacher Hütte“. Die hier stehende neu erbaute Hütte lädt nach den ersten Wanderstunden zur Rast ein.

Nach der Hütte führt der Weg, zunächst eine kurzer Strecke auf der Forststraße, auf naturnahem Weg bergan zur sogenannten Schwedenschanze, mit dem Wegweiser „Auf der Schanz“.

Die Schwedenschanze ist eigentlich keine Schwedenschanze. Sie ist eine Schanze der kaiserlichen Deutschen Truppen, angelegt zum Ende des 17. Jahrhunderts um das Eindringen der französischen Truppen ins Land zu verhindern. Zur Schanzenbesichtigung den Wanderweg beim Wegweiser kurz nach rechts verlassen und über die Schanze gehen. Nach der Schanze links halten, das führt zu unserem Wanderweg zurück.

Vor Verlassen der Schanze sollten auch die Kopie des Grenzsteines von 1599 beachtet werden. Ein Dreimarker der den Grenzverlauf der Geroldsecker-Gemeinden Prinzbach und Schuttertal (Geroldsecker-Wappen) und der Gemeinde Welschensteinach (Fürstenberg-Adler im Wolkenschild) markiert. Das Original des Steines steht im Schloss in Donaueschingen. Der Stein steht vom Wanderweg gesehen auf der Rückseite der Schanze.

Der Weg führt durch ein größeres Waldgebiet weiter zum Wegweiser „Beim Kambacher Eck“, dann zum Kambacher Eck und zum Wegweiser „Neuneichen“ am Waldrand mit freier Sicht Richtung Sodhof und Blick zur Vorbergzone des Schwarzwalds. Nach kurzer Strecke wir der Wegweiser „Sodhof“ und dem unterhalb liegenden gleichnamigen Gasthof mit schönem Biergarten und schönen Aussichten erreicht. Hinweis zum Sodhof im „Tipp des Autors“.

Nach kurzem Anstieg wird der Wegweiser „Kallenwald“ erreicht. Hier zweigt der Querweg Lahr-Rottweil nach links ab, während der Kandelhöhenweg nach rechts abgehend weiterführt. Nach kurzer Strecke Forststraße geht es nach Links auf naturnahen Weg weiter abwärts zum Wegweiser „Schwörerhof“.

Hier treffen wir auf dem im Jahr 2014 neu zertifizierten Geroldsecker-Qualitätsweg. Dieser Weg führt um die Gemeinden und Höhen von Seelbach und dem Lahrer-Stadtteil Reichenbach mit einer Länge von 35 km. Er begleitet uns bis zum Wegweiser „Geroldseck“.

Weiter geht der Weg über Wege und Pfade leicht abwärts zunächst zum am Waldrand liegenden Vogtsbrunnen mit einer netten Rastmöglichkeit. Weiter geht es den Waldrand entlang mit schönen Aussichten auf das Steinbächletal bis zum Wegweiser „Oberer Haghof“. Ab hier ist die Burg Hohengeroldseck im Blickfeld des Wanderers. Auf der Asphaltstraße geht es zur Passhöhe Schönberg mit der Ludwigssäule und dem gleichnamigen Wegweiser „Schönberg/Ludwigssäule“ an der B 415. Beim in der Nähe liegenden Schmiederhof steht der Wegweiser „Schmiederhof“. Weiter geht es aufwärts die Teerstraße entlang bis zum Wegweiser „Schlossberg“ und der nebenan liegenden Gastwirtschaft Beck's-Vesperstube. Hinweis dazu in „Tipp des Autors“.

Beim Wegweiser „Schlossberg“ ist in Abweichung zum Kandelhöhenweg ein kleiner Umweg zum Besuch der Burg Hohengeroldseck möglich. Am Wegweiser zweigt der Burgpfad ab, der unterwegs Kindgerecht das Burgleben darstellt. Der Weg führt über den Wegweiser „Hohengeroldseck/Burgpfad“ zum Wegweiser „Hohengeroldseck/Burghof“. Nach der Besichtigung führt der Weg weiter über die Wegweiser „Hohengeroldseck“ zum Wegweiser „Geroldseck“ wieder am Kandelhöhenweg.

Der Kandelhöhenweg führt vom Wegweiser „Schlossberg“ auf der Straße weiter um den Burgberg herum zum Wegweiser „Geroldseck“. Hier verlässt uns der Geroldsecker-Qualitätsweg geradeaus Richtung Lahr- Reichenbach.

Der Kandelhöhenweg führt weiter über den offenen Bergsattel zum Wegweiser „Evang. Kinderheim“ und weiter über die Wegweiser „Eckwald“, „Höflewald“ und „Gehringers Halde“ Richtung Wegweiser „Raukasten“. Zwischen den Wegweisern „Schlossberg“ und „Gehringers Halde“ ergeben sich schöne Ausblicke auf das Kinzig- und Schuttertal bis nach Lahr und die Rheinebene. Ab „Gehringers Halde“ führt der Wanderweg über mehrere Kilometer im Hochwald auf breiter Forststraße weiter. Es folgen die Wegweiser „Raukasten“ und später „Guttahütte am Rebmesserstein“. Die Guttahütte wird vom Schwarzwaldverein Gengenbach betrieben und ist an den Sonntagen von 10-17 Uhr geöffnet. Von der Hütte hat man eine schöne Aussicht auf das Kinzigtal und die umliegenden Bergregionen. Der Weg führt weiter Richtung Wegweiser „Pionierstein“. Unterwegs trifft man auf den Rebmessersteinbrunnen am Wegrand. D er Pionierstein erinnert an den Wegbau im Zweiten Weltkrieg.

Vom Wegweiser "Pionierstein" führt der Weg auf einer Forststraße abwärts ins Kinzigtal Richtung Gengenbach. Die Wegweiserfolge dabei ist „Reithalde“, „Fohrenbühl“, „Bermersbacher Bildstöckle“, „Winterwald“, „Im Dornbusch“ und „Vordere Halde“. Nach einem kurzem Anstieg gibt es einen schönen Ausblick auf Bermersbach, links des Wegs steht eine alte große Eiche, die Huy-Eiche. Unterhalb folgt der Wegweiser „Huy-Eiche“ bei dem der Weg Richtung „Im Ziegelwald“ zum Wegweiser „Ziegelwaldeck“ ins Tal führt. Der Weg führt ab hier rechts am Waldrand entlang auf der Straße bis zum Wegweiser „Ziegelwaldsee“. Nach links geht es weiter durch ein kleines Naturschutzgebiet mit dem Ziegelwaldsee und danach auf einem Asphaltsträßchen Richtung Gengenbach. Das Ziegelfeld ist eine Ausgrabungsfeld für eine römischer Besiedlung. Ein Brennofenfundament ist am Wegrand zu sehen. Um die Bundesstraße B 33 zu überqueren führt der Weg kurz nach rechts und danach auf die Brückenrampe nach links. Oben an der Brücke steht der Wegweiser „Im Ziegelfeld“. Weiter führt der Weg Richtung der Stadt Gengenbach an den ersten Wohnstraßen vorbei bis er dann nach links zur Kinzigbrücke führt. Am Anfang der Kinzigbrücke steht der Wegweiser „Brückenhäuser“, weiter geht es über die Brücke, vorbei am Flößermuseum und dem Bahnübergang, an dessen zweiter Schranke der Wegweiser „Am Kinzigtor“ steht. Durch das gegenüberliegende Kinzigtor führt der Wanderweg in die Innenstadt zum nahen Marktplatz/Rathaus, dem Tagesziel.

Sicherheitshinweis Bei dieser Etappe sind alle Wege gut begehbar. Bei schlechter Wetterlage wären Wanderstöcke zur Erhöhung der Trittsicherheit bei den An- und Abstiegen zu empfehlen.
Ausrüstung Knöchelhohe Wanderschuhe sind erforderlich; Wanderstöcke, Wanderkarte, wärmende Flies- und winddichte Regenjacke werden empfohlen, Rucksackverpflegung mit Getränken sollte mitgenommen werden.
Tipp des Autors Gastwirtschaften und Übernachtungsmöglichkeiten:

Am Ausgangspunkt: Gasthof Kreuz, Höhehäuser : Übernachten zum Beginn der Tagesetappe im Höhengasthaus "Zum Kreuz". Inh. Torsten Stöhr, Höhenhäuser 2, 79215 Biederbach Tel.: 07826/215, Fax: 07826/1598, info@hoehengasthaus.de, www.hoehengasthaus.de

Montag und Dienstag Ruhetag


Zur Übernachtung bietet sich als Alternative auch die Rad- und Wanderherberge am Schlossberg Welschensteinach "Zur Herberge" an. Das Haus liegt direkt am Wanderweg, ca. 1 1/2 Stunden vor dem Tagesziel Höhenhäuser. Inhaber: Annemarie Bührer, Langbrunnen 28, 77790 Welschensteinach, Tel.: 07832/5347, annemarie-buehrer@t-online.de,

www.schwarzwald-buehrer.de

Einkehr auf halben Tagesstrecke beim Gasthaus "Sodhof": Familie Faißt, Michelbrunn 4a, 77978 Schuttertal, Tel.: 07823/2356

Fax: 07823/960793. Im Sommer lädt zudem die Gartenwirtschaft im Schatten eines Kastanienbaumes und eine Pergola zur Rast.

Dienstag ist Ruhetag

Einkehrmöglichkeit kurz vor der Burg Hohengeroldseck:

Vesperstube Beck, beim Wegweiser “Schlossberg“ (am Burgenpfad Geroldseck)

Tel.: 07823 2605, Ruhetag: Dienstag

Schloßberg 2, 77960 Seelbach

Die Burg Hohengeroldseck liegt auf der Gemarkung von Schönberg der Gemeinde Seelbach bei Lahr und überragt majestätisch das Kinzigtal und Schuttertal. Sie wurde 1260 als Stammburg der Herren von Geroldseck erbaut, die auch die Stadt Lahr gründeten. Französische Truppen zerstörten die Burg 1688. Obwohl sie heute im Privateigentum der Fürsten von der Leyen ist, wird die Burgruine vom "Verein zur Erhaltung der Burgruine Hohengeroldseck e.V." erhalten.

Der Aufstieg zur Burg wird durch einen umfassenden Blick auf das Kinzigtal und Schuttertal bis in die Rheinebene belohnt.

Weitere Infos: www.badischewanderungen.de/Burg-Hohengeroldseck.htm

Infos zur Lahrer Hütte finden Sie unter: http://www.schwarzwaldverein-lahr.de

Startpunkt Höhenhäuser, Gemeinde Biederbach
Öffentliche Verkehrsmittel

Bis Bahnhof Lahr/Schwarzwald mit DB, ab Lahr/Bahnhof per SWEG-Bus (Linie 106) über Seelbach, Schweighausen bis Höhenhäuser. Diese Linie wird aber nur im Sommer und nur am Sonntag bedient. Bis Schweighausen regelmäßiger Linienverkehr.

Die Höhenhäuser kann man auch über Waldkirch /Breisgau bzw. Elzach (Bahn), ab hier täglich mit dem Bus Linie 7206 erreichen (aber nur wenige Fahrten). www.efa-bw.de

http://www.bahn.de/p/view/index.shtml

www.efa-bw.de

PKW BAB A 5, Ausfahrt Lahr, auf B 415 Richtung Lahr bis Reichenbach dann auf Landstraße über Schweighausen bis Höhenhäuser
Parken Bei Höhenhäuser ist ein großer Parkplatz. UTM 32U 426112 5342189

Downloads

Weitere Informationen

Tourismusverwaltung Gengenbach:

Kultur- und Tourismus GmbH, Im Winzerhof, 77723 Gengenbach
Tel. 07803/930143, Fax 07803/930142, tourist-info@stadt-gengenbach.de

Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Gengenbach
www.schwarzwaldverein-gengenbach.de

Quelle

Schwarzwaldverein e.V.