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Emma bleibt Zuhause

Im Moment steht die Welt Kopf. Alles ist so ganz anders als sonst, aber gleichzeitig ändert sich für mich auch gar nicht so viel. Meine Mama muss ein bisschen kreativ werden, wenn es um Gassi-Routen geht, aber alle sind viel zuhause und das freut mich ehrlich gesagt sehr. Heute möchte ich euch mal erzählen, wie so ein typischer Tag in der Quarantäne (eigentlich ist es ja gar keine richtige Quarantäne, aber der Einfachheit halber nennen wir es mal so) in den letzten Wochen bei mir aussieht.

Nachts: Ich schlafe am liebsten bei meiner Mama im Bett, unter der Decke, an den Bauch gekuschelt. Da ist es nämlich schön warm und wenn es mir doch mal zu warm wird, muss ich nur ein bisschen nach vorne robben und stecke den Kopf aus der Decke.

6:30Uhr: Langsam werde ich wach. Zum einen weil die Vögelchen schon ganz  munter zwitschern, zum anderen weil ich langsam aber sicher Hunger bekomme. Vielleicht drehe ich mich  nochmal kurz um oder kuschel mit meiner Mama, aber meistens ist auch die jetzt wach und ich freu mich wenn  sie aufsteht, denn das heißt: FRÜHSTÜCK! Ich hüpfe fröhlich vor meiner Mama her in die Küche und  warte ganz gespannt, was es heute leckeres gibt. Mhhhh.. da läuft mir beim dran denken ja schon das Wasser im Mund zusammen.

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7:00Uhr: Während jetzt Mama dran ist mit Frühstücken warte ich geduldig und schlummere noch eine kurze  Runde in meinem liebsten Hundekörbchen.. oder eher -schiffchen. Das ist unglaublich weich und bequem, hier kann ich schön dösen. Jetzt wo es wieder wärmer ist freue ich mich richtig auf die nächste Aktivität, wenn  es morgens noch so kalt ist, bin ich immer etwas skeptisch (aber nur bis ich draußen bin).

8:30Uhr: GASSI!!  Juhu! Meine zweit liebste Beschäftigung am Tag, naja, vielleicht auch meine liebste… das überleg ich mir noch.  Wir gehen ganz oft an der Kinzig spazieren, da kann ich dann auch jederzeit kurz trinken oder reinhüpfen, um mich abzukühlen. Heute waren wir aber bei uns in Nordrach, auf dem Mühlstein laufen. Ich  liebe den Wald hier im Mittleren Schwarzwald! Da gibt es so viel zu sehen und zu entdecken. Außerdem hab ich  eine geheime Vorliebe - nämlich Tannenzapfen. Ich trage sie ewig mit mir rum, Mama wirft sie ab und zu  und dann kann ich ihnen hinterher jagen und sie wieder aufspüren. Das macht so einen Spaß! Außerdem muss  ich ja schließlich aufpassen, dass es Mama beim laufen nicht so arg langweilig wird. Ich mein, die kann ja nicht  mal Hasen oder Rehe jagen gehen… die arme.

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9:45Uhr: Wir sind wieder zuhause und ich bekomme mein zweites Frühstück. Das ist ganz arg wichtig, nicht  dass man über den Tag weg verhungert. Das wäre ja schlimm! Nach dem Gassi und Essen, lege ich mich meistens nochmal in mein Körbchen, oder wenn mir das zu warm wird, leg ich mich auf den Holzboden. Da ist  es ein bisschen kühler am Bauch.

10:30Uhr: Nach einem kurzen Schläfchen zeige ich Mama an, dass ich mal raus muss. Als ich draußen bin, habe ich aber eine viel bessere Idee, als nur Pipi im Garten zu machen und  dann wieder rein zu gehen. Stattdessen statte ich unserem Nachbars-Hund mal einen Besuch ab und gehe auskundschaften, was man bei unseren Nachbarn, im Garten oder drinnen sonst so anstellen könnte. Dabei  finde ich eins meiner Bällchen, ich dachte schon, ich hätte es verloren! So ein Glück! Ich bringe es zu Mama  und die spielt ein bisschen im Garten mit mir.

11:15Uhr: Zeit für das nächste Schläfchen, diesmal draußen.  Nicht dass noch jemand versucht einzubrechen und meine Menschen zu klauen.

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12:15Uhr: Mama kocht Mittagessen, da muss ich natürlich mit in der Küche sein und aufpassen, dass alles  gegessen wird, was runter fällt… ähm… ich meine natürlich, dass sie alles richtig macht. Heute habe ich Glück,  ich habe sogar ein Stückchen Karotte ergattern können.. mhhhm.

13:00Uhr: Meine Menschen behaupten, das  Mittagessen wäre nur für sie und nicht für Hunde. Das kann ich mir gar nicht vorstellen, so lecker wie das  riecht. Ich könnte ja nur ein ganz kleines bisschen probieren? Nein? Schade.

13:30Uhr: Ich gebe die Hoffnung  auf und lege mich wieder ins Körbchen. Grade mache ich die Augen zu, da läuft mein allerliebster- Lieblingskater an mir vorbei und ich versuche ihn abzuschlecken und zu kuscheln. Er findet das so mittelmäßig, aber ich finde ihn sooo toll, da muss er eben durch. Dann kann ich mich endlich entspannt  hinlegen und schlafen.

14:15Uhr: Mama geht raus in den Garten und da muss ich natürlich sofort mit. Nicht dass ihr was passiert oder ich was verpasse. Sie macht irgendwas an den Pflanzen, also lege ich mich in den Schatten von unserem Kirschbaum und mache die Augen zu. Ich höre dem plätschern von unserem Teich, den Bienchen,  Vögeln und dem Wind zu und genieße die warme Sonne auf meinem Fell. Herrlich, der Frühling. Wenn Mama  sich aus meinem Sichtfeld bewegt, muss ich aber immer wieder aufspringen und hinter ihr her, nicht dass sie  verloren geht. Dann kommen auch noch Leute an meinem Gartenzaun vorbei, die ich natürlich sofort anbelle  und erfolgreich in die Flucht schlage. Emma 1 : Wanderer 0. Dann hab ich endlich wieder Ruhe.

16:30Uhr:  Mama sagt wir gehen spazieren und ich hüpfe vor Freude um sie herum im Kreis. Diesmal gehen wir vorne an  der Kinzig spazieren. Da treffen wir meine liebsten Freunde, drei Whippet Jungs. Auch wenn meine Mama und  deren Mama jetzt mit Abstand zueinander laufen müssen, wir dürfen weiter flitzen und raufen, wie wir wollen. Wir spielen Frisbee, rennen um die Wette und haben jede Menge Spaß.

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17:00Uhr: Zeit für Abendessen! Juhu! Ich verputze mein Essen und lege mich zufrieden in mein Körbchen. Ich  habe aber gar nicht lang Ruhe, weil meine Mama zuhause noch alles mögliche erledigt. Da kann ich sie ja nicht alleine gehen lassen. Stellt euch mal vor, ich kann sie doch nicht ganz alleine in den Keller gehen lassen!? Oder ins Bad! Was, wenn da was passiert!? Nein, nein, da geh ich lieber überall hin mit und passe gut auf sie auf.

19:15Uhr: Endlich setzt sich meine Mama aufs Sofa und ich kuschel mich ganz fest an sie hin. Während sie Fernseh schaut, mache ich nochmal ein Nickerchen. Außer sie schaut was mit Tieren, dann muss ich aufpassen.

22:00Uhr: Meine Mama geht ins Bett und ich auch. Nach einer kleinen Pipi-Runde bei uns in der Nachbarschaft  kann ich entspannt einschlafen. Ich leg mich auf die Decke und mach die Äugchen zu, heute träume ich bestimmt von Tannenzapfen, Hasen und meinen Hundefreunden.

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Wie schön, dass ich dich für einen Tag mitnehmen durfte. Wie du siehst, hat sich für mich gar nicht viel  geändert, aber ich genieße die Zeit in der meine Mama so viel zuhause ist sehr. Wir gehen viel und lange Gassi, schauen uns schonmal Routen an, die wir euch in nächster Zeit vorstellen können, wenn wir alle wieder  richtig raus dürfen. Auch wenn es momentan schwierig für alle ist, sich bei diesem tollen Wetter an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, so wollen auch ich und meine Mama dazu aufrufen: bleibt zuhause, so viel und so weit es geht. Und wenn ihr es drinnen nicht mehr aushaltet, passt draußen auf euch und eure Mitmenschen auf. Haltet Abstand, sucht euch wenig bewanderte Wege aus und geht nur allein oder mit eurer  Familie raus. 

Gemeinsam schaffen wir das!

Eure Schwarzwald-Emma